Termine

Login

Newsletter

Anmeldung zum regelmäßigen Newsletter der LFM

Theresienwiese 2016

Mitte April war es mal wieder soweit. Im Rahmen des Münchner Frühlingsfests trafen sich Oldtimerfreunde von Nah und Fern um ihre Schätze auf der Thereseienwiese zu zeigen. Leider war das Wetter wirklich fürchterlich. Nass, kalt und einfach sehr ungemütlich. Trotzdem haben sich einige von uns davon nicht abhalten lassen, und sind am frühen Morgen in die Münchner Innenstadt gefahren. Schliesslich war es für das ein oder andere Auto die erste Ausfahrt des Jahres.

Dem schlechten Wetter zufolge, war das Oldtimertreffen allerdings nicht sonderlich gut besucht. Nach einiger Zeit hat es auch uns ins wärmende Bierzelt gelockt, wo wir den Vormittag in geselliger Runde haben ausklingen lassen.

Lancia Ausfahrt ins Piemont 2015

Diesen Frühling hatten wir uns eine große Tour in die Heimatstadt der Lancias und den Geburtsort von Vincenzo Lancia vorgenommen. 5 Länder in ebensovielen Tagen, 1400km und nur Sonnenschein.

Tag 1: Wir fahren nach Turin!

Wolf und Kjell hatten eine tolle Route ausgearbeitet, die uns an einem Tag über 5 Länder nach Turin bringt: A96 nach Lindau, mit Pickerl nach Liechtenstein, dann auf schönen Land-straßen durch die Schweiz bis zum Splügen-pass (2115m ü.N. ­ erste Aufgabe: Messung der Auspufftemperatur), auf der italienischen Seite mit ein oder zweimal zurücksetzen Richtung Lago di Como und über die Autostrada nach Turin. 

Wolf hatte mit Richard abgemacht, dass alle Navigationprobleme sein Fehler seien, aber letztendlich haben wir von der Regel sehr wenig Gebrauch gemacht. Eine begeisterte, aber auch etwa müde Lancia Karawane zog gegen 20:30Uhr in Turin ein und arrangierte dort das Rendezvous mit Bernd und Rainer. Die letzte schwierige Aufgabe des Tages war die  Navigation in der Hoteltiefgarage.  

Tag 2: Lancia Collection

Erster Mittelpunkt der Reise: Turin. Dort sind nicht nur unsere Autos geboren, sondern es gibt auch die berühmte Lancia Collection ­eine Ansammlung von über 150 Fahrzeugen, inklusive Prototypen, z.B. eine sehr elegante, fahrbereite Fulvia Studie aus 2003 oder ein nie in Serie gegangener Zweisitzer ­ Smart lässt grüßen.

Ebenso der geplante Nachfolger des Delta S4, der angesichts der Einstellung der Rally Klasse B nie das Tageslicht erblickte. Oder der von Lancia entwickelte Formel 1 Wagen, mit dem Ferrari Siege einfuhr, bei dem der schräg eingebaute Motor (damit die Kardanwelle am Fahrer vorbeiläuft) ein tragendes Teil ist. Wir haben uns gefühlt wie die Kinder in Charlies Schokoladenfabrik, ausser dass keiner verloren gegangen ist. Fotos waren leider gar keine erlaubt, man musste also schon dabei sein! Das ganze ist in einer bewusst unscheinbaren Halle versteckt ­ manches Museum wäre des Inhalts aber neidisch!

Auf der Rückfahrt haben wir noch das Lingotto besucht, das berühmte Fiat Werksgebäude von 1923 mit der Teststrecke auf dem Dach. Leider ist es zu einer Shopping Mall degradiert, aber wir haben zu Fuss den 1km Rundkurs absolviert bei 35 Grad Temperatur und Neigung. Nach einer Stärkung bei “Eataly” ging es zur Via VincenzoLancia No 27, wo das geplante und auch gebaute Lancia Verwaltungsgebäude nach der Akquisition durch Fiat als Apartmentkomplex endete. Es ist dennoch beeindruckendund ein paar Fotos wert. Die Graffiti rundet das Bild ab. Ganz in der Nähe liegt das erste Lancia Werk in Turin von 1907, was jetzt einige administrative Funktionen der Stadt beherbergt. Das Wappen ist noch zu sehen, allerdings ohne Schriftzug. 

Tag 3: Stadtbummel

Nach viel Fahrerei und Stauerei war Freitag ein autofreier Tag. Mit dem Bus in die Stadt hinein haben wir nur knapp die Sicherheitskontrollen an der Kirche bestanden und durften das Leichentuch Jesu bestaunen. Nächster Touristenstopp war das Mole Antonelliana Gebäude, welches auch das Filmmuseum beherbergt. Wir hatten es allerdings primär auf die Aussichtsplattform abgesehen, die mit einem freistehenden Aufzug erreicht wird. Da Turin relative Wolkenkratzerfrei ist, erfreut man sich von der 85m hohen Plattform eines tollen Panoramas über die Stadt, inklusive Lingotto am Horizont ­ ganz vergessen dürfen wir die Automobilgeschichte ja nicht. Ein Bummel am Fluss Po darf bei einem Besuch nach Turin nicht fehlen und führte uns zu einem entspannten Mittagessen direct am Wasser. Leicht verwirrende Namensgebung ("Imbarco Perosino" vs. "Imbarchino") teilte leider das Team in zwei Parteien, aber Navigation sollte ja auch Teil der Herausforderung sein. Auf dem Rückweg zum Hotel mussten wir noch zum Ricambi ­ einerseits um “Vetro Resina” (GFK) zu erstehen und um die 100,000 Lancia Teile bei Autoricambi Cavalitto zu bestaunen. Fotosvor dem Hotel und ein paar Fahrübungen rundeten das Programm ab. Die Suche nach einem geeigneten Restaurant zum Abendessen endete witzigerweise in einem Biergarten - so kam kein Heimweh auf und die Bierauswahl war phänomenal.

Tag 4: Fobello

Der nächste Tag war wieder ganz den Autos und besonders Lancia gewidmet. Nach einigen Reparaturen und Übungen (jetzt wissen alle, wie ein Turbo-Überdruckventil und ein Overboost Ventil aussieht) ging es los nach Fobello. Nach so vielen Kilometern musste doch mal getankt werden, leider an der scheinbar teuersten Tankstelle Europas einmal volltanken kam einer Hotelübernachtung nahe. Fobello ist ein fantastischer kleiner Ort und die Anfahrt ist alleine schon die Reise wert. Natürlich ist es auch der Geburtsort von Vincenzo Lancia und somit von besonderer Bedeutung für alle Lancisti. Unser Gastgeber Stefano führte uns durch die Valsesia Lancia Story und durch die Villa Lancia. Fantastico. Auf der Rückfahrt kam uns bereits die nächste Welle von Lancia Fans entgegen. Danach hiess es aufsatteln, wir hatten noch ein paar hundert Kilometer vor uns, um es nach Chiavenna zu schaffen via Varallo, Omegna, Lugano und entlang des Lago di Como. Die Überfahrt über den Lago Maggiore per Fähre brachte einen willkommenen Hauch Abwechslung in die Fahrt. 2 Grenzübergänge spatter (wie viel Benzin und Kaviar darf man noch mal zollfrei in die Schweiz einführen?) kamen wir rechtzeitig zum Abendessen im Crotto in Chiavenna an.

 

Tag 5: Dahoam

Chiavenna war ganz klar einen kleinen Rundgang wert bevor wir den Kompass (oder eher das GPS) Richtung Monaco di Baviera setzen. Der G7 Gipfel nahe Garmisch brachte neue Anforderungen an unser Navigationsgeschick. Wir entschieden uns für die Route St. Moritz über den Malojapass (1815m ü.NN.) nach Nauders, dann ganz brav via Innsbruck über die A8 Richtung Rosenheim. Begleitet von einem fantastischen Bergpanorama, zwei Cosworth Fahrern und einer NSU Prinz Truppe an der Tankstelle ging es so zum letzten Halt: noch einmal preiswert Tanken in Niederndorf und dann ab nach Hause mit den Ferienfahrern. Zum Gluck war der Verkehr weniger schlimm als befürchtet und alle Lancia Fans sind heilauf von 5 Tagen Lancia Begeisterung zurückgekehrt. 

Pannenstatistik

Natürlich ging die Ausfahrt nicht ohne ein paar ungeplante Zusatzaufgaben vorüber. Daher die offizielle Pannenstatistik ­ genauer als der ADAC:

Fahrer Fahrzeug Problem
Wolf 1980 Beta Spider Startprobleme Rückfahrlichter gehen an 
Yves 1994 Delta 1.6 Lüfter springt nicht an, wenn Klimaanlage an ist
Kjell 1994 Delta Evo II Lüfter festgebacken, Tankdeckel klemmt
Gregor 1995 Evo II Heizung immer auf 40°+Stoßstange vorne gerissen 
Rainer Flavia Licht geht nicht 

Frühjahrstour Bayrischer Wald 2013

Etwa eine Woche im Voraus lohnt es sich, die Wettervorhersage anzuschauen, da die Meteorologen ja 5 bis 10 Tage manchmal voraussagen können. Auch am Montag, den 22.4. hieß es laut Internet: „bis Freitag sommerlich und sonnig, am Wochenende regnerisch und kalt, ab Montag wieder besser“. Typisch.

Die Frühjahrsausfahrt 2013 der Lancia Freunde München war längst organisiert für Samstag und Sonntag den 27. und 28.4. Das waren beste Voraussetzungen, an die wettertechnisch bescheidene Frühjahrsausfahrt im Jahr 2012 anzuknüpfen. Wobei man viel zu viel über das Wetter schimpft, um nur mal an die hochsommerlichen Herbstausfahrten Anfang Oktober 2011 und 2012 zu erinnern.

Unsere Autos sind regentauglich. Eine amerikanische Fastfood-Kette an der Ausfahrt der A92 in Wörth an der Isar musste als Startpunkt der diesjährigen Frühjahrstour herhalten. Morgens halb 10 in Deutschland sind wir dann gestartet Richtung Bayrischer Wald mit 5 Lancias, einem Maserati und einem Mercedes. M folgt im Alphabet gleich nach L – wir sind da nicht so.

Über Landau, Straubing und Mitterfels ging es zum ersten Stopp an den Blaibacher See, siehe Foto. Die Straßen wurden immer kleiner und schöner.

Nachdem noch unsere Neuburger mit einem Alfa dazugekommen waren, sind wir mit 8 Karossen weiter fort gefahren nach Furth im Wald und haben die dortige Drachenhöhle mit authentischer Führung besucht (www.further-drache.de). Es war einfach beindruckend was dort auf die Beine gestellt wurde, ein Erlebnis nicht nur für die Technikbegeisterten. Das Spektakel des Drachenstiches muss man einmal live mit erleben, in diesem Jahr vom 2.8.-18.8. (www.drachenstich.de).

Nach dem Drachenerlebnis knurrte der eigene Magen, worauf die Schlosswirtschaft in Stachesried Abhilfe schuf, und zwar mit gutem und preiswertem Essen. Später sind wir zum großen Arbersee gefahren, um die Verdauung durch Kaffee oder einen Spaziergang um den See zu unterstützen. Hier lag teilweise noch Schnee bei 20 Grad in der Sonne.

Überhaupt war das Wetter am Samstag perfekt bis zum Abend, überall um die 20 Grad und größtenteils sonnig, dabei nicht zu heiß zum Fahren für die überwiegend alten Autos ohne Klimatisierung.

Nach der Pause am Arbersee ging es schließlich in das nahe gelegene Zwiesel mit Quartier im modern eingerichteten Glashotel. Chefin und Bedienung waren auffällig nett. So schmecken Essen und Getränke gleich noch besser. Erst jetzt kam draußen das Gewitter, das niemanden störte im warmen Stüberl. Schließlich saßen wir im Trockenen aber nicht auf dem Trockenen.

Am Sonntagmorgen hörten wir dann, dass es in 6km Entfernung Unwetter gab mit Hagelschäden an den Autos. Zum Glück nicht bei uns. Bei trübem Wetter sind wir nach dem Frühstück zum Museumsdorf nach Tittling gefahren und haben dort die historischen Bauernhäuser angeschaut mit diverser Technik von damals. Warm war es nicht mehr draußen aber wenigstens trocken. Spätestens im gut beheizten Mühlhiasl beim Mittagsessen wurde jedem wieder warm.

Übrigens, auch die rote Fulvia fuhr nach langwieriger Motorinstandsetzung wieder perfekt und hat sich doch als statistisches Pannenauto geopfert. Mit so alten Autos muss es immer irgendein Problemchen geben auf einer Ausfahrt. Richard hat geschickt und unmerklich einen Fehler vorbereitet, fuhr mit einem abgezogenen Kabel von der Lima, so dass die Batterie nicht geladen wurde. Für Spezialist Helmut war der Fehler sofort gefunden und an Ort und Stelle fachmännisch repariert. Somit war die Quotenpanne abgehakt und alle Autos sind mindestens bis zur Verabschiedung am Sonntagnachmittag einwandfrei gelaufen.

Herzlichen Dank an Marianne und Michael für die tolle Organisation. Es hat einfach alles gepasst: Strecke, Hotel, Essen, Wetter sowie das ganze Technik- und Kulturprogramm.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausfahrt.

Susanne & Kjell.

Weitere Bilder in unserer Galerie