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Herbsttour 2010

Archiv. Bericht nur als PDF verfügbar:

Herbsttour 2010

 

Apenregio Tour 2010

Es ist Mitte September. Die weitgehend verregneten Schulferien lassen genau einen Schluss zu: Es kann nur besser werden; ein goldiger Herbst muss kommen; das war doch bisher kein Sommer! Die drei Wochen Sommerhitze, während in Südafrika gekickt wurde mit nervenden Vuvuzelas, sind längst vergessen. Kurz vor Herbstbeginn am 15.9. starten die Lancia Freunde München ein größeres Vorhaben und fassen 900 Kilometer ins Auge mit 17 Pässen hoch hinauf in die Alpen. Das Vorhaben ist so groß, dass ganze fünf Autos die Herausforderung annehmen. 

Nach fröhlichem Abendessen und erholsamer Nachtruhe starten wir am nächsten Morgen von Reutte Richtung Süden. Das passiert bei strahlendem Sonnenschein wie bestellt. Nein, nicht auf dem kürzesten Wege; wir haben ja Zeit. Nachdem wir über Landeck die schöne Silvretta Hochalpenstraße passiert haben und Stunden später wieder in Landeck waren, wird mir klar: Der Weg ist das Ziel. Später erreichen wir über die Schweiz unser Tourhotel in Norditalien.

Am Folgetag sind Himmel und Gipfel eingepackt in samtweiche aber riesige graue Gebilde, die jedoch nur wenig Wasser auf die Straße schicken, so dass Pferdestärken uneingeschränkt auf den Asphalt gelangen mit besonderem Fahrspaß bei einigen Pässen.

Schon Ferry Porsche sagte: „Wenn man drauf tritt, muss er schießen“, und hätte sich bestimmt nicht träumen lassen, dass ausgerechnet ein 30 Jahre alter Lancia Beta Spider diesen Satz in Perfektion zelebriert, mit Feuer und Rauch, allerdings nur in Linkskurven. Das Schöne an den alten Autos ist: Man kann Vieles selbst machen und kommt an das meiste ran, ohne gleich den Motor ausbauen zu müssen. Außerdem schießen bei jedem erfahrenen italienischen Automechaniker beim Anblick eines alten Lancias die Gefühle hoch und enden in überschwänglicher Hilfsbereitschaft. Mit Befestigung eines wackeligen Steckers, Kerzen trockenlegen oder dem Austausch einer Sicherung ist es dann meistens getan. Irgendwie laden diese alten Autos ein zum Sammeln, das eigentlich nur durch drei Dinge begrenzt ist: Geld, Platz, Zeit.

Ein altes Bauernhaus in Bergün liegt mitten auf unserer Route, mit originalgetreuer Modelleisenbahn des Bernina-Expresses und eindrucksvoller Führung durch die vergangenen Zeiten. Die Bergvölker waren vor hundert Jahren schon hoch optimiert. Beispielsweise lebten Mensch und Vieh unter einem Dach, die Wege waren kurz und trocken und der Mist hat gleich das Haus mitgeheizt, jedenfalls ein bisschen.

Der nächste Tag lässt sich kurz beschreiben: Das Wetter ist am Morgen eher mies, mit Wolken und Nebel und geht am Nachmittag in strömenden Dauerregen über. Den Gaviapass mit 2.600m Höhe fahren wir trotzdem. Schließlich liegt die Schneegrenze noch hundert Meter höher. Dafür erwartet uns bergab ein Highlight: Wir geraten mitten in ein Bergrennen mit knallenden Rennautos, bunt beklebt. Der Chef plant so etwas, erzählt aber nichts.

Das Vitalhotel in Livigno ist nett, obwohl die umfangreichen Wellnessmöglichkeiten nur begrenzt genutzt werden. Schließlich wartet Strecke auf uns. Zum Essen hingegen sind alle pünktlich und danach zufrieden, nachdem die Besonderheiten der Hotelküche bezüglich heißer Teller, blutiger Steaks und gewöhnungsbedürftigem Bergbier ausgelotet waren.

Livigno kann man dank Napoleon, der den Ort schon vor 200 Jahren zur zollfreien Zone erklärte, kurz zusammenfassen: Touristisch, geschäftig, aber noch als Bergdorf zu erkennen. So bleibt den nicht so autobesessenen Mitfahrern auch die Option auf einen benzinfreien Tag mit Shopping oder einer Bergtour per pedes.

Der Traum nach Sonne und blauem Himmel wird am letzten Tag wieder Wirklichkeit, wie es schöner nicht sein könnte. Die Rückfahrt durch die Berge Richtung München ist etwas für das Auge und die Fotolinse.

Einen Lancia zu fahren ist heutzutage exotisch und nichts für jedermann. Das wurde mir klar, als am Hahntennjoch vierunddreißig VW EOS vorbei glitten; jeder sah aus wie der andere. Lancisti lieben hingegen das Seltene und sind so verschieden; haben scheinbar nur das Auto gemeinsam. Die totgesagte Fiattochter verbindet die wenigen mehr denn je und führt zu den gemeinsamen Erlebnissen.

Ich bin als Neuer so nett aufgenommen worden und habe lange nicht so herzlich gelacht. Auch die Kommentare im Tourfunk waren einfach köstlich. Nachdem eine einheimische Familie einen Fußgängerüberweg passierte, tönte es von der Spitze: „Seht ihr, ich bremse auch für …“. Ich möchte die Bezeichnung hier nicht niederschreiben, um einer möglichen Verärgerung von Lesern aus unserem beliebten Nachbarland entgegenzuwirken. Neue Vokabeln wurden mir zudem gelehrt, z.B. „Betablocker“, nebst praktischer Vorführung.

Man merkt schnell, dass in der freundlichen Münchener Großfamilie die Leute im Fokus stehen. Das Auto ist da nur Mittel zum Zweck und muss nicht mal ein Lanciawappen am Kühlergrill tragen geschweige denn aus den ruhmreichen vergangenen Zeiten der Marke stammen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an den Chef mit dem Rufnamen Dita, dem auch eine Gruppe von nur fünf Autos nicht zu schade ist, eine 5-Tage-Ausfahrt perfekt zu planen und Wirklichkeit werden zu lassen.

Ich würde gerne noch ein paar Seiten mehr zu dieser Erlebnisreise schreiben. „Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern nichts mehr weglassen kann!“ sagte einst Antoine de Saint-Exupéry. Also schließen wir diesen kleinen Bericht zu einer großen Tour jetzt und sehen der nächsten Ausfahrt entgegen, mit vielleicht noch besserem Wetter aber ganz sicher wieder mit schönen Autos und netten Menschen.

Kjell (nicht auf dem Bild aber auch in schweinchenrosa)

Weitere Bilder in unserer Galerie

Frühjahrstour 2010

Am Samstag den 24. April war´s mal wieder so weit. D I T A hat gerufen und wir sind gerne gefolgt. Wer Glück hatte und einen seiner Schätze ohne Bedenken auf die Straße bewegen konnte, wurde mit wunderbarem Sonnenschein belohnt.
Die Spiderfahrer konnten getrost offen fahren. Das Bistro Boxenstopp in Ismaning hatte nur für unsere Truppe geöffnet.

Beim Weißwurstfrühstück trafen sich viele bekannte Gesichter. Zur großen Freude aber sind viele neue Gesichter mit exzellenten Exemplaren mit von der Partie gewesen. Einigen Teilnehmern ging´s gesundheitlich nicht so blendend, Kopfverband - vom Hund gebissen, Schulterprobleme - zu viel Sport, Hinkebein - alter Dackel, was soll´s, das hat unsere Freude nicht getrübt.

Hier die Auswahl der teilnehmenden Fahrzeuge:
Delta HF Turbo, Delta Integrale 3 mal, Beta Spider Zagato 2 mal, Autobianchi Cabrio, Flavia Coupe, Aurelia B10, Fiat Spider, Alfa Spider, Thesis V6, Mazda X5, Thema SW, Kappa Coupe.
Aber hallo, da müssen wir uns nirgendwo verstecken, wir hatten eine erlesene Auswahl von Fahrzeugen.

 

Die erste Etappe – der Speichersee war kein Problem, eher aber der Wall für die Damen beim runter gehen mit den hohen Absätzen! Runter kamen sie alle mit liebevoller Unterstützung - wir hatten keine Verlustanzeige zu melden.

Dann aber ging´s durch die Prärie – Dita hat wieder seine Radlstrecken ausgepackt. Sprich Straßenbreiten von ca. 3m und etwas mehr. Die zweite Bewährungsprobe war eine Zeitfahrt über 4 km die mit 45 km/h gefahren werden sollte – ehrlich gesagt bei einer zitternden Tachonadel eine Zumutung. Wir fuhren so pi mal Daumen 5,06 min.

Anschließend übernahm Mikele das Steuer und wir sind im Korso zum Rundkurs gefahren. Die zweite Bewährungsprobe: war eine Strecke ca. 5,5 km Landstraße. Ich hatte etwas Ehrgeiz als Ex Profi - Ritter der Landstraße den 50-er Schnitt gewählt. Mein Navi war eingeschaltet und ich hatte im Ohr --30 als Ankunftszeit. Uiijuijui da mussten wir zum
Schluss richtig Gas geben um das Zeitlimit zu erreichen. Da wurde der Zagato schon zeitweise an der Grenze der StVO bewegt. Okay ich habe in diesem Falle auf meinen Mondtacho geschaut. Ups - der läuft ja erst ab 115 km h stabil - und dann auf die Uhr vom Navi. Surprise der Kandidat fuhr Null Punkte ein . Hat tierisch Spaß gemacht. Die Krönung war wohl der mx 5 Wolfi. Da war Topspeed bei der Ankunft angesagt. Aber der Wolfi hat ja alle Rennlizenzen außer F 1.

Ganz tolles Kompliment an unsere Jugend, die die Intes bewegen durften. Da hat die Vernunft total gesiegt. Traumautos zu fahren, heißt auch totale Kontrolle, wenn man so einen Boliden bewegen darf. Bei unserem Tankstopp Agip in St. Wolfgang hatten wir dann einen Gast aus der anderen Kategorie- ein Silberpfeil als Cabrio.

Dann ging´s für alle in Richtung Mittagspause. Der Wirt hatte ein tolles Buffet für unsere kleine Schar aufgebaut. Da blieb kein Wunsch offen. Herzlichen Dank dafür. Eine kleine Sensation muss ich aber auch vermelden: Die tollen Lancia Kisten haben so mal kurz einfach Zufahrten für den Marktplatz gesperrt.

 

Ein Wunder in Deutschland ist wahr geworden. Die Leute haben den Rückwärtsgang gefunden. Keine Hupe war zu vernehmen. Ja wo sammer denn – richtig – in Dorfen. Das Thema Slotcars haben viele etwas skeptisch betrachtet, Schau mer mal. Dann aber kam der Ehrgeiz. Die Bilder von den Siegern und Zuschauern die Freude hatten bei
diesem Sport sagen alles.

Dann der letzte Stint. Bob und Mikele habe die Autos getauscht. Thesis gegen Zagato. Die Strecke war aber viel zu kurz um sich ein wirkliches Urteil bilden zu können. Nun zum Ausklang des Tages. Das Bistro- Crokodile in Neufahrn nähe A9. Ich habe nur auf deutsch meinen Australien-burger bestellt. Jacky hat sich gekringelt, als der junge Ober in Top englisch die Bestellung aufgenommen hat. Es war so vieles neu bei dieser Ausfahrt. Unser Tourgide D I T A hat seine Kreativität auf höchstem Niveau wieder mal bewiesen.. Wer ko der ko!!!!!!!!!!!

Unser besonderer Gruß gilt dem Delta Integrale Team aus Frankfurt am Main. Wunderbar wie ein Hobby Menschen zusammenführen kann. Bevor ich es vergesse, Vielen Dank an Wolfi und Elfi. Die haben nebenbei gesagt einen Teil der vielen Pokale für unsere Slotcar Sieger zur Verfügung gestellt. Jetzt dürfen die Sieger die Pokale ein Jahr putzen. Clever gemacht. Elfi hat bestimmt danke gesagt.

 

Wir sehen uns alle wieder, bei der nächsten Ausfahrt , die uns Dita organisiert. Da bin ich mir sicher.

In diesem Sinne grüßt
Team Mikele

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